São Tomé und Principe kann man kaum in Worte fassen. Die zwei unbekannten Perlen in Westafrika sollte man erleben und zwar am besten mit allen Sinnen. Der Roman "am Äquator" von Miguel Sousa Tavares hat uns im Jahre 2015 auf die Idee gebracht, in die ehemals portugiesische Kolonie zu reisen. 

An das Inselmotto "Leve-Leve" gewöhnt man sich schnell. Die Uhren ticken hier anders, alles geht eben immer schön "langsam-langsam" Sobald man aber den ersten Kulturschock überwunden hat, wartet eine aufregende, farbige neue Welt. 

Nebst wunderschönen, einsamen Sandstränden gibt es auch diverse Wanderwege durch den primären Regenwald, welche man mit einem lokalen Tourguide erkunden sollte. Jede Pflanze hat seinen Zweck, sei es als Heilmittelchen, Regenschirm oder sogar als temporäres Tattoo. 

Riesenbegonien, Helikonien, Porzellan-Rosen oder die mächtigen Affenbrotbäume sind nur einige der botanischen Highlights.

 

Die Inseln wären aber nicht dieselben ohne ihre liebenswerten Bewohner. In verschiedenen Kommunen leben sie zusammen. Aufgestellte, kontaktfreudige Kinder spielen mit selbstgebastelten Holzspielzeugen und bestaunen sich gerne in Selfies. Die Frauen sieht man oft gemeinsam beim Wäsche waschen am Fluss während die Männer auf den Kakao - und Kaffeeplantagen arbeiten. 

Zuletzt möchte ich auch noch die ausgezeichnete são-toméische Küche erwähnen. Hier gibt es unzählige exotische Früchte, die man gar nicht ins Deutsche übersetzen kann. Kokosnuss ab der Palme, rassige Gewürze, fangfrischer Fisch und nahrhafte Beilagen wie Maniok, Kochbanane oder Brotfrucht runden das Angebot ab. 

São Tomé und Príncipe ist für mich eine Herzensangelegenheit. Eine Welt, in die ich immer wieder gerne zurückkehre und mich sofort wie zu Hause fühle. 

Länge: 16km / Dauer: 5h
Die Besteigung des Pico Papagaios auf Principe ist ein strenges, aber unvergessliches Erlebnis. Belohnt wird man mit einer fantastischen Aussicht über die ganze Insel. Die Wanderung unbedingt mit lokalem Guide machen.  

Auf São Tomé gibt es viele hervorragende Köche. Für Afrikaneulinge eignet sich anfangs das Papa Figo im Diplomatenviertel ganz gut. Erwarten darf man  typische Inselkost und natürlich das lokale Bier Rosema. 

In einem alten Kolonialgebäude befindet sich die Pico Mocambo Bar. Leckere Cocktails (Gravaninha de gengibre), tolle Musik und eine lockere Atmosphäre sprechen für die angesagte Bar in der Hauptstadt. 

Auf Princípe kann man das

Recycling-Projekt der Frauen -

vereinigung von Porto Real besuchen, Gewinnerinnen Terre de Femmes by Yves Rocher im 2018. Altglas wird zu wunderschönem Schmuck verarbeitet. Ein ökologisches und spezielles Andenken für Touristen. 

© 2019 by Sarah Leuenberger. all rights reserved.